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Verteilung des Geldvermögens in Deutschland
Mögliche Konsequenzen aus der zunehmenden Verschuldung werden - mit einem sträflichen Leichtsinn - nicht in die Anlageentscheidungen mit einbezogen. Das zeigt der hohe Geldwertanteil, den die Analyse des deutschen Geldvermögens verdeutlicht.
Es ist schon erstaunlich, dass die meisten Deutschen heute weiterhin gerade beim sensiblen Thema "Private Altersversorgung" auf solche Instrumente zurückgreifen, die der Gefahr der Geldentwertung unterliegen! Trotz aller Vorbehalte zählen beispielsweise Lebensversicherungen zu den beliebtesten Sparanlagen der Deutschen. Rund 30 Millionen Versicherte haben mehr als 90 Millionen Verträge abgeschlossen. Dadurch liegt ein Viertel des deutschen Geldvermögens in Lebensversicherungen, trotz der Tatsache, dass die Mehrheit des Kapitals in Geldwerten investiert wird.
Auf den ersten Blick ist das Geldvermögen der Deutschen breit gestreut. Es gibt zwar einen Schwerpunkt bei den Banken und Versicherungen, aber durch die grundsätzliche Aufteilung auf verschiedene Anlageformen spricht man in der klassischen Vermögensverwaltung von einer gesunden Vermögensstruktur - allerdings nur dann, wenn man die Verteilung nach Geld- und Sachwerten unbeachtet lässt.

Wenn die einzelnen Anlageformen nach ihrer Anlagestrategie - ob geldwert- oder sachwertorientiert - aufgeteilt werden, stellt man nämlich fest, dass die Mehrheit der deutschen Anleger bei der Auswahl Ihrer Geldanlagen stark von einem bereits über drei Generationen funktionierenden Finanzsystem beeinflusst sind. Der Schwerpunkt in geldwertorientierten Anlagen lässt darauf schließen, dass man sich eine Wiederholung der deutschen Finanzgeschichte nicht vorstellen kann!
Jedenfalls ist das die logische Schlussfolgerung aus der Analyse des gesamten Geldvermögens. Lediglich 23% Ihres Geldvermögens haben die Deutschen in sachwertorientierten Anlagen investiert. Oder anders herum:
77% des deutschen Geldvermögens wären durch einen Finanzkollaps gefährdet!
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